Am Marktplatz 1

Mondsee Hideaway

Eine Adresse mit Geschichte – Das Iris Porsche Hotel liegt eingebettet in 5000 Jahre Historie inmitten von Mondsee. Und schon damals schwebte genau hier der Geist der Gastlichkeit, Inspiration und Leidenschaft. Mondsee im Salzkammergut. Bei einem Spaziergang durch die Straßen, einem Blick auf die Basilika im Ortskern oder auf die bunten, malerischen Häuser wird schnell klar: hier pulsiert das Leben. Dieses Zentrum hat Flair. Und schon in der Jungsteinzeit, vor 5000 Jahren, entdeckten die ersten Siedler den Liebreiz dieser Landschaft und errichteten ihre Siedlungen auf Pfahlbauten. „Wenn man sich die Geschichte ansieht, bekommt man Mondsee mit ganz anderen Augen zu sehen“, stellt Iris Porsche fasziniert fest. Es war die Klostergründung durch den bayerischen Herzog Odilo II. im Jahre 748 nach Chr., die der hübschen Gemeinde am gleichnamigen See einen beeindruckenden Aufschwung brachte. Das älteste Kloster des Landes zeichnete sich von Beginn an durch besondere, christliche Aktivitäten aus. Man fand hier eine Schreibschule, die Buchmalerei oder die älteste deutsche Bibelübersetzung, welche auch in Mondsee entstand.

Das 15. und 16. Jahrhundert war in Mondsee von reger Bautätigkeit der gotischen Stiftskirche und des angrenzenden Klosters geprägt. Künstler der damaligen Zeit statteten die Klosterkirche und heutige Basilika mit einzigartigen Kunstwerken aus: Ein Besuch im Museum Mondsee oder in die heutige Basilika macht diese Pracht deutlich. 1791 wurde schließlich das Kloster aufgehoben. Der bayerische Feldmarschall Karl Phillip von Wrede erhielt 1810 von Napoleon die Herrschaft verliehen und er war es auch, der das Schloss Mondsee, geleitet von wirtschaftlichen Gedanken im Bauernland, weiter leben ließ. Im Erbweg kam der Besitz an die Grafen von Almeida, die bis in die Achtziger Jahre Teile bewohnten. Sowohl die Klosterzeit als auch die weltliche Herrschaft im Schloss Mondsee prägten das gesellschaftliche Leben auf ihre Art und Weise. Die kleine Siedlung Mondsee gruppierte sich um die dominanten Bauten – jedoch im sicheren Abstand vom Ufer des Mondsees. Der große Marktbrand 1774 vernichtete nahezu alle einfachen Bauwerke. Am heutigen Marktplatz entstanden neue Bürgerhäuser und – gestärkt vom  wirtschaftlichen Wirken des Schlosses – begann einfaches gesellschaftliches Leben außerhalb der Schlossmauern zu entstehen. „Das dürfte auch die Grundsteinlegung des heutigen Hotel Iris Porsche am Marktplatz 1 in Mondsee sein“, erklärt die Besitzerin, die selbst eine „Zuagroaste“ ist.

Den Überlieferungen nach, liegt es nahe, dass es an dieser Stelle schon immer eine „Gaststätte“ gab:

Leute begegneten einander für Geschäfte, zum Tauschhandel, nach der Arbeit, zum Genuss, zum Spaß und Spiel. Vorerst waren es die Einheimischen, das Bauernvolk aus der Umgebung, aber auch Fahrende, die mit dem Schloss zu tun hatten. Auch eine Frühform des Reisens fand damals in Mondsee bereits statt – und zwar als Wahlfahrt nach St. Wolfgang. Im 19. Jahrhundert begann schließlich mit dem Fremdenverkehr ein neuer Wirtschaftszweig – ausgehend vom romantischen Reisen entdeckten die Menschen die Faszination der Natur. Künstler und Schriftsteller widmeten sich der Entdeckung der Landschaft, malten die Naturschauspiele und berichteten in Briefen oder Reiseschilderungen. Als vor knapp zweihundert Jahren Ischl zum Sommersitz des kaiserlichen Hofes wurde, strömte die wohlhabende Gesellschaft von Wien zur Sommerfrische ins Salzkammergut.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Fremdenverkehr bürgerlicher und auch in Mondsee wurden Einrichtungen für Gäste wie ein Musikpavillon, ein Seebad, Spazierwege und sogar eine Kuranstalt errichtet. Die Gastbetriebe beherbergten die wohlhabenden Familien, die oft auch ihr eigenes Personal mitbrachten. Neue Hotelbetriebe entstanden und wurden auch für die Prominenz attraktiv: Der Schweizer Dichter und Maler Gottfried Keller war 1873 auf Sommerfrische am Mondsee. 1893 verbrachte der schwedische Dichter Johann August von Strindberg Tage bei seinem Schwiegervater Friedrich Uhl und schrieb auch vom Baden im Mondsee. 1897 bis 1906 wählte Hofkapellmeister Carl Michael Ziehrer Mondsee für seine Sommerfrische und schätzte außer der lieblichen Landschaft auch die Gespräche mit den Einheimischen, die für ihn herzerfrischend waren. Die Gaststätten am Marktplatz waren Ziehrer eine besondere Inspirationsquelle. Die Ziehrer-Ruhe in der Kaianlage erinnert an sein „Lieblingsplatzerl“. Der Komponist Leo Fall wohnte 1905 und 1906 in der „Blauen Traube“, dem heutigen Iris Porsche Hotel am Marktplatz. Hier entstand auch seine erfolgreiche Operette „Der Fidele Bauer“, ein Bauer und Viehhändler aus der Oberwang regten ihn zur Hauptfigur an. Der Gasthof Blaue Traube wurde in der Zwischenkriegszeit von der Familie Wallinger übernommen und systematisch verbessert. Als begeisterter Jäger hat Josef Wallinger seine Jagdfreunde gerne im Haus versammelt und die Jagdbeute wurde nicht selten in der Gaststube stolz präsentiert.

Ein wesentlicher Impulsgeber für den Tourismus nach dem zweiten Weltkrieg war die Fertigstellung des Autobahnanschlusses Mondsee vor rund 50 Jahren. Besonders deutsche Gäste nützten die neue Autobahn und die zunehmende Mobilisierung wirkte sich für den Tourismus äußerst positiv aus. Der Gasthof Blaue Traube wurde nun von der Tochter Wallingers, Christine und ihrem Ehemann Adolf Weinberger (dem späteren Vizebürgermeister), sehr erfolgreich geführt. Die vielen Vereine des Mondseelandes, Stammtische und gesellige Runden schätzten die Blaue Traube für ihre Treffen und feierten gerne bis in die Morgenstunden.

Andrea Lugerbauer als Tochter von Adolf und Christine Weinberger und ihr Ehemann Gustav Lugerbauer führten den Gasthof Blaue Traube bis er vor drei Jahren von Iris Porsche übernommen wurde. Mittlerweile hat Iris Porsche an dem historischen Standort, Marktplatz 1 in Mondsee, ein besonderes Hideaway errichtet. Mit enormen Feingefühl und höchsten Vorgaben wurde das Hotel geschaffen, das sicher einen Spitzenplatz im Salzkammergut eingenommen hat. Die lange Geschichte dieses Hauses und der besondere Geist der Gastlichkeit wurden wahrgenommen und modern kultiviert, damit die Gäste dieses Hauses eine besondere Zeit erleben.